#35 Franz Schubert als Wanderer & seine Fantasie
Shownotes
Wandern bedeutet die Geheimnisse der Welt neu zu entdecken, ihre Schönheit - wo immer sie sich zeigt - zu bewundern und die Wirkung der Farben und Formen der Natur auf sich wirken zu lassen.
Mehrere Millionen Zellen gehören zum Sehzentrum des menschlichen Gehirns, aber wir wissen, dass das Bild, das wir sehen, tatsächlich erst schöpferisch gestaltet werden muss, damit wir es als solches erkennen können.
Der britische Neurophysiologe Charles Scott Sherrington hat das Gehirn einen verzauberten Webstuhl genannt, auf dem unsere Erlebnisse sinnvoll gewoben werden.
Ich würde das Wort verzaubern gerne in verzaubernd abändern, denn Schauen ist primär nicht schon Wissen, sondern eher Gestalten. Damit meine ich, dass der wandernde Mensch, als staunend Erlebender, alles fantasievoll für sich umgestaltet.
Die Natur lehrt uns das Staunen, denn in ihr begegnen wir den ungezählten Herrlichkeiten, der wunderbaren Kontinuität des immer wieder neuen Kreislaufs von Tod und Auferstehung.
Und die Verwandlungen der Natur, die immer wiederkehrenden Wechsel der Jahreszeiten und ihre Erscheinungen lassen uns den Zusammenhang und das Zusammenwirken eines lebendigen Ganzen erkennen – einer Urkraft!
Das Geborgensein in der Natur.
Und diese Urkraft, diese Geborgenheit war vermutlich und unter anderem auch Schuberts persönliche Beziehung zum Wandern.
Und was passt zu diesem Natur- und Wanderthema besser als seine Wanderer-Fantasie?
Diese Fantasie ist eines seiner virtuosesten & innovativsten Klavierwerke und Franz Schubert selbst gab zu, das Werk nie beherrscht zu haben - er soll sogar gesagt haben: „Der Teufel soll dieses Zeug spielen!“
Sie wollen mehr wissen und auch Schuberts Wanderer-Fantasie hören? Na dann, ab in den Podcast …
Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt
Claudia & Andreas Lutschewitz
Buchempfehlung: „Krankheiten großer Musiker“ Dieter Kerner Schattauer-Verlag-Stuttgart (1967)
CD-Empfehlung: Franz Schubert: Wanderer-Fantasie D 760 / Hüttenbrenner-Variationen D 576 / Sonate C-Dur „Reliquie“ D 840
Pianist: Andreas Lucewicz EigenArt 10130 LC 7033 Instrument: Yamaha CF III
Musikbeispiele im Podcast: Siehe CD-Empfehlung
Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de
Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein, einzutauchen in die Kraft der Musik, verbunden mit Psychologie & Philosophie.
Ein Kaleidoskop aus:
- Musik,
- Philosophie &
- Psychologie
Den klingenden Teil gestaltet der Pianist Andreas Lucewicz. Die menschlichen & humorvollen Teile gestaltet ich 😉.
Die Zeit zu lernen ist: JETZT!
www.andreaslucewicz.de/ www.youtube.com/watch?v=9g6hhzg41jo
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